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Verlegst Du noch oder bläst Du schon?
Verlegst Du noch oder bläst Du schon? Die Einblastechnologie ist die Spitze Wärmedämmungs-Evolution.

Beim Einblasverfahren (Einblastechnologie) wird Wärmedämmstoff mittels einer Einblasmaschine in Bauteile von Gebäuden eingebaut, man spricht auch von der Einblasdämmung. Der Wärmedämmstoff wird der Maschine üblicherweise in Sackform zugeführt. Die Einblasmaschine bricht den im Liefergebinde verdichteten Wärmedämmstoff in Stücke und lockert ihn anschließend weiter auf. Der aufgelockerte Wärmedämmstoff wird über einen Schlauch in die zu dämmenden Bauteile transportiert. Im Bauteil verteilt sich der Wärmedämmstoff raumfüllend und wird durch den Druck verdichtet und wird damit zur Wärmedämmung.

Inhaltsverzeichnis

1 Verdichtetes Einblasen
1.1 Schlauchblasen
1.2 Einblasen mit entlüfteter Drehdüse
1.2.1 Passive Entlüftung
1.2.2 Aktive Entlüftung
2 Offenes Aufblasen
2.1 Offenes Aufblasen ohne Feuchtigkeitszusatz
2.2 Offenes Aufblasen mit Feuchtigkeitszusatz
3 Feuchtsprühverfahren

Verdichtetes Einblasen

Schlauchblasen

Beim verdichteten Einblasen wird der Wärmedämmstoff in vollständig verschalte Hohlräume durch eine Einblasöffnung eingebracht. Im ersten Moment befüllt sich der Hohlraum im allgemeinen von unten nach oben mit losem Dämmstoff. Mit zunehmendem Füllgrad wird der Dämmstoff durch den während des Einblasvorgangs im Hohlraum herrschenden Überdrucks verdichtet. Zum Ende hin des Einblasvorgangs befüllt sich der Raum um die Einblasöffnung. Im besten Fall ist der Dämmstoff nun raumausfüllend, fugenfrei und mit einer möglichst gleichmäßigen Verdichtung befüllt und damit wärmegedämmt. Die gleichmäßige Verteilung und die Einbaudichte sind für die Wärmedämmeigenschaften und die Setzungssicherheit von entscheidender Bedeutung.

Einblasen mit entlüfteter Drehdüse

Das Einblasen von Wänden und ähnlichen Bauteilen kann mittels einer entlüfteten Drehdüse erfolgen. Bei diesem Verfahren wird die Luft welche den Dämmstoff transportiert, verteilt und verdichtet kontrolliert aus dem Bauteil herausgeführt. Die Entlüftung ist in der Drehdüse integriert, so dass die Einblasöffnung gleichzeitig für das Einströmen des Wärmedämmstoffs und der Abfuhr der überschüssigen Luft dient.

Passive Entlüftung

Bei dieser Variante wird die überschüssige Luft durch einen Staubsack gefiltert und abgeführt. Der Staubsack kann an einem Austrittsstutzen der Drehdüse befestigt werden. Der Vorgang wird durch den im Bauteil beim Einblasvorgang eintretenden Überdruck selbstständig in Gang gesetzt.

Aktive Entlüftung

Bei dieser Variante wird die überschüssige Luft durch eine Saugvorrichtung aktiv an dem Austrittsstutzen der Drehdüse kontrolliert abgeführt.

Offenes Aufblasen

Beim offenen Aufblasen wird der Wärmedämmstoff auf einer nach oben offenen Fläche aufgetragen. Häufig wird so die oberste Geschossdecke gedämmt.

Offenes Aufblasen ohne Feuchtigkeitszusatz

Das Auftragen kann im einfachsten Fall mit einem Schlauch oder mit einem starren Rohr erfolgen.

Offenes Aufblasen mit Feuchtigkeitszusatz

Um spätere Verwehungen des Wärmedämmstoffs zu vermeiden, kann auf fertige Oberfläche des Wärmedämmstoff Feuchtigkeit aufgetragen werden. Dadurch vernetzt sich der Dämmstoff auf Grund der üblicherweise enthaltenen Bindestoffe. Eine andere Möglichkeit ist den Dämmstoff bereits mit Feuchtigkeitszusatz aufzutragen. Dies hat mehrere Vorteile. Zum Einen wird die Staubentwicklung beim Auftragen erheblich vermindert. Des Weiteren kann der Wärmedämmstoff durch die Bündelung auch an entfernteren Stellen kontrolliert und gezielt aufgetragen werden. Zuletzt kann durch die durchgängig eintretende Vernetzung des Wärmedämmstoffs auf die Überfüllung, welche die nachträglich zu erwartende Setzung kompensieren soll, vernachlässigt werden. Durch die Vernetung ist mit einer geringeren oder keiner nachträglichen Setzung zu rechnen.

Feuchtsprühverfahren

Beim Feuchtsprühverfahren wird dem Wärmedämmstoff beim Austritt aus dem Schlauch Feuchtigkeit zugesetzt. Die Feuchtigkeit löst die üblicherweise im Einblasdämmstoff enthaltene Bindestoffe eine Verklebung des Dämmstoffs aus. Dadurch kann der Dämmstoff auch an Wänden oder Decken aufgetragen werden ohne anschließend wieder abzufallen, was bei trockenem Dämmstoff sicher zu erwarten wäre. Die Feuchtigkeit wird mittels Sprühköpfen dem Wärmedämmstoff zugeführt. Typischerweise kommen mehrere Sprühdüsen zum Einsatz, welche den Dämmstoffstrahl bündelt und durchfeuchtet. Der so von Feuchtigkeit umfasste Strahl und der im besten Fall gut und gleichmäßig durchfeuchtete Wärmedämmstoff wird an Wänden, Decken oder Ähnlichem bis zur gewünschten Schichtdicke aufgetragen. Optional kann der Flüssigkeit eine Kleber zugesetzt werden. Dadurch erhöht sich die Bindewirkung beim Auftragen, so dass höhere Schichtdicken erzielt werden können oder zum Beispiel beim Sprühen über Kopf eine leichtere Verarbeitung zulassen.